Für Hamburg-Kirchwerder

Hamburg-Kirchwerder

Basisdaten:

Bezirk: Bergedorf
Fläche: 32,4 km²
Einwohner: 8.922 (2006)
Handwerksbetriebe: 111 (2007)
Niedergelassene Ärzte: 5 (2007)
Apotheken:
1 (2007)

Quelle: Statistikamt Nord

Kirchwerder ist einer der vier Stadtteile, die zusammen in der Mitte des 16. Jahrhunderts die Hamburger Vierlande bildeten, bestehend aus Curslack, Altengamme, Neuengamme und Kirchwerder. Die Nähe zu Hamburg erwies sich in wirtschaftlicher Hinsicht als lukrativ, da die Bauern ihre Erzeugnisse gut in der Stadt verkaufen konnten.

Der Stadtteil ist durch seine besonders sandigen Böden ein ausnehmend gutes Gemüseanbaugebiet und dadurch besonders dicht besiedelt. Durch seine Lage direkt an der Elbe ist es allerdings in hohem Maß sturmflutgefährdet.

Am Kirchwerder Mühlendamm 75a befindet sich die Riepenburger Mühle, welche 2006 auf den Namen Boreas getauft wurde. Die 1828 erbaute Kornwindmühle ist die älteste und größte erhaltene Mühle Hamburgs. Erstmalig erwähnt im Jahre 1318, zählt sie zu den ältesten deutschen Windmühlenstandorten und ist eine der letzten regelmäßig mit Wind arbeitenden Mühlen Deutschlands. Sie ist ein produzierendes technisches Denkmal.

Der Zollenspieker war eine wichtige Fährverbindung über die Elbe. Bereits 1252 existierte sie, damals als Yslinge bezeichnet, und ist bis heute in Betrieb. Bis 1806, also bis zur Eroberung der Umgebung durch Napoleon I., wurde hier Zoll erhoben (daher auch der Name: Zollenspieker bedeutet so viel wie Zollspeicher. Dieser wurde auf kirchwerderaner Seite an einer Stelle errichtet, wo die Elbe eine Biegung macht, da so von hier aus die Elbe und das eigene Ufer in alle Richtungen sehr gut einsehbar ist). Beim Überfall der Lüneburger von 1620 wurde der alte Speicher zerstört, jedoch bereits ein Jahr später schon wieder neu errichtet. Eine Schanze schützt ihn bis heute vor weiteren Angriffen vom Fluss her. Etwa ab 1870 entwickelte sich der Zollenspieker (Synonym auch für die Fähre) zur Sehenswürdigkeit für die Hamburger; der alte Zollspeicher wurde zur Gaststätte mit einem Tanzsaal in einem neuen Anbau umgestaltet. Bis heute ist das Zollenspieker Fährhaus ein beliebtes Ausflugsziel.



Quellen für Text und Bild: wikipedia 

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